Dahme St.Marienkirche 1
Orgel von A. Schuke 1989 - II/19. I C-g3: P8´,Kfl8´,O4´,Dulzfl4´,N22/3´,W2´, M4f.; II C-g3: G8´,P4´, Rfl4´, O2´, Q11/3´, Sch3f., Kr8´, Tr.; Ped C-f1: S16´, Pb8´, Ch4´, Hs4f., Tr8´. 3 Normalkoppeln, mechanische Schleiflade. Guter Zustand, konzerttauglich.

Dahme St.Marienkirche 3
Blick auf II Unterwerk: C-Seite mit kupfernem Krummhorn 8´, links Registermechanik zum Hauptwerk nach oben.

Dahme Heinrich-Schütz-Saal
Die kleine Orgel im Heinrich-Schütz-Saal von Seminar für kirchliche Dienste Dahme stammt von A. Schuke (II/11). I: C-f3 G8´, P4´, Wfl2´, Sch3f.; II: Q8´, Rfl4´,P2´,Sfl1´,Sesq2f.; Ped: C-f1 S16´,Chb4´, 3 Normalkoppeln, vollmechanische Schleiflade.Generalüberholung 2010

Kemlitz bei Dahme 1
Orgel von Wilhelm Remler, Berlin (I/7). Man C-f3: P8´, G8´, S8´, Ae8´, O4´, Fldolce4´; Ped C-d1: S16´, Pedalcoppel. Vollmechanische Schleiflade, kein elektrisches Gebläse.Zustand: Spieltisch komplett zerstört, sämtliche Metallpfeifen fehlen, einige Holzpfeifen liegen umher.

Kemlitz bei Dahme 2
Der zerstörte Spieltisch. Die Pedalklaviatur wurde unter Gewalt in die Aussparung gedrückt, einige Registerzüge hat man schnell in der Hand und etliche Tasten sind lose.

Kemlitz bei Dahme 3
Pfeifenwerk des Manuals. Hier müsste man viele Metallpfeifen sehen - stattdessen blieben nur Holzpfeifen und es stehen nicht alle auf ihrem Platz.

Rietdorf 1
Orgel von Nikolaus Schrickel ca.1875 (I/7). Man C-f3: P8´,Hohlfl8´, Gambe8´, P4´, G4´, Mix1-3f.2´; Ped C-d1: S16´, Pedalcoppel, Pedal Octavcoppel.Zur Besonderheit des Pedals siehe Foto2.

Rietdorf 2
Pedalpfeifen: Es stehen 34 Pfeifen für 27 Töne und zwei Register zur Verfügung. Der experimentierfreudige Orgelbauer baute den 16´ C-e0 gedeckt und daneben einen 8´ C-e0 offen. Der Subbass 16´ alleine ist C-e0 gedeckt und ab f0 bis d1 offen. Zieht man die PedalOctavCoppel, setzt zusätzlich der offene 8´ ab C ein, jedoch nur bis e0, denn ab f0 bis d1 ist dann nur der offene 16´ geschaltet. Sozusagen eine frühe Form der Extension.

Rietdorf 3
Spieltisch. Für den unkundigen "orgelspielenden Klavierspieler" hat Schrickel eine andere Besonderheit in die Mechanik eingebaut: ein "Pedal Verschluss" verhindert unbeabsichtigte Pedaltöne bzw. ermöglicht das ungefährliche Abstellen der Füße auf dem Pedal, weil eine mechanische Sperre die Tasten arretiert.Insgesamt ist diese Orgel eine technisch-experimentell sehr interessante Orgel aus dem späten 19. Jahrhundert.

Niendorf 1
In der hübschen Kirche steht eine kleine Orgel unbekannter Herkunft, doch hat A. Schuke hier Veränderungen vermutlich in den 1950er Jahren vorgenommen. Man. C-f3 G8´, P4´, Rfl´, Q22/3´, O2´, M3f., Pedal C-d1 S16´, Pedalkoppel, vollmechanische Schleiflade. Die Pedalkoppel ist eine Ventilkoppel. Der Zustand ist schlecht, es gibt kein elektrische Gebläse.

Niendorf 2
Der Spieltisch steht frei, mit Blick zum Altar, was in dieser Gegend recht selten ist. Der Zustand ist nicht gut bzw. ungepflegt. Aussagen von Gemeindegliedern zufolge hat die Orgel seit sehr sehr langer Zeit keinen Ton von sich gegeben. Vielleicht fanden sich neben Organisten auch keine Kalkanten...

Niendorf 3
Am Pfeifenwerk wurde jedoch noch ordentlich herumgepfuscht: mit Fingern zusammengedrückte Pfeifenöffnungen zur Stimmung und verbogene kleine Pfeifen sind hier öfters zu erkennen.Dem Anschein nach hat Schuke die originale Windlade aus der Bauzeit der Kirche umgebaut, denn vor allem die kleineren Pfeifen haben verhältnismäßig viel Platz und einige Prospektpfeifen waren einmal klingend, erkennbar an den offenen Konduktengängen in der Mitte des Prospekts.

Zagelsdorf 1
Hier steht eine kleine Serienorgel von A. Schuke. Man. C-f3: G8´, P4´, Rfl4´, Wfl2´, Sch3f., Ped C-d1 Quintadena 16´, Pedalkoppel. Der Standort auf der Empore (links hinter dem Schiebefenster) ist recht beengt, auch macht sich die Lautstärke schnell bemerkbar.

Zagelsdorf 2
Man sitzt direkt vor dem Principal 4´ und vor den Glasfenstern der Empore. Der Zustand der Orgel ist gut.

Zagelsdorf 3
Die drangvolle Enge macht Wartungsarbeiten sehr schwer: Um nach ganz hinten zu kommen, muss man auf den Magazinbalg rauftreten. Ein Arbeiten an der Traktur ist schiere Gefährdung der Mechanik.

Meinsdorf 1
Eine Orgel (I/9), die neue Prospektpfeifen erhielt: Erbauer noch nicht von mir ermittelt. Man. C-f3: P8´,G8´, S8´, O4´, Fl4´, Q3´, O2´; Pedal C-d1 S16´,V8´. Pedalcoppel, Calcantenklingel. Guter Zustand, konzerttauglich.

Meinsdorf 2
Der Spieltisch ist nichts für lange Leute: Die Knie sind schnell in Mitleidenschaft gezogen, wenn man von Orgeln mit heutigen Standards kommt. Einen Scherz hat sich der Orgelbauer damals erlaubt: es gibt einen Registerzug "Trompete 8´" - dieser sitzt aber fest und es gibt auch keine Schleife für ein solches Register.

Meinsdorf 3
Das Pfeifenwerk ist etwas unübersichtlich , fast improvisiert wirkend gesetzt. Die Pedalkoppel ist eine Ventilkoppel. Manualtraktur und Pedaltraktur greifen an beide Enden der Ventile, was klangliche Auswirkungen hat: die teilweise ungenügende Spannung der Pedalkoppel zieht nur halb und so wimmern manche Töne wetterbedingt.

Reinsdorf 1
Orgel von W. Sauer op. 912. Man C-f3: P8´, S8´, G8´, O4´, Fl dolce4´; Pedal C-d1: S16´, Pedalkoppel. vollpneumatische Traktur. Tutti. Kein elektrisches Gebläse, unspielbar. Restaurierungswürdig. Der Prospekt ist ein einfaches Leinentuch mit aufgemaltem Prospekt.

Reinsdorf 3
Bei der Ansicht der Innereien wird man seekrank: Der Pfeifenstock hat sich mit der Zeit selbständig gemacht und alle Pfeifen sind nach links an die Wand gekippt. Das weiche Metall oben links wurde dadurch zerdrückt. Einige kleine Pfeifen fehlen, andere sind zerdrückt. Interessanterweise steht die Lade auf Sturz, was bei Pneumatik nicht nötig gewesen wäre. Ein Hinweis auf Klangvorstellungen dieser Zeit?

Illmersdorf 1
Eine relativ große Orgel (noch) unbekannten Erbauers. Man C-f3: P8´, G8´, S8´, O4´, Fl4´, O2´, M1-3f.2´; Pedal C-d1 S16´, V8´. vollmechanische Schleiflade. Kein elektrisches Gebläse. Zustand sehr schlecht. Muss restauriert werden.

Illmersdorf 2
Der Spieltisch sagt alles: Tasten auf halb Sieben, fehlende Abdeckung, olle Lampe und viiiiel Staub. Hier hat lange keiner mehr gespielt...

Illmersdorf 3
So sieht es innen aus: Eine Bombe wird nicht eingeschlagen haben, doch verwüstet wurde hier definitiv.

Rietdorf 4
Schrickel hat für die Traktur ungewöhnliche Wege beschritten: Die Pedalkoppel erhielt eigene Ventile, die mechanisch an die Pedalklaviatur angeschlossen werden. Die Manualtraktur hat er leichter spielbar gemacht, indem er dem großen Tonventil ein kleines Vorschaltventil hinzufügte. So öffnet sich bei Tastendruck zunächst ein "Ventil auf dem Ventil", damit der offenbar recht große Winddruck abgefangen wird.

Hohenseefeld 1
Orgel eines noch unbekannten Orgelbauers (Dinse?) Man C-f3: P8´, G8´, S8´, O4´, Fl.dolce4´, O2´ Pedal C-d1: S16´ Pedalkoppel, Kalkant, ein unbezeichneter Zug. Die Prospektpfeifen klingen nicht alle, die nichtklingenden haben keinen Kern.

Hohenseefeld 2
Leider ist diese Orgel recht stark verschmutzt und die Mechanik in keinem guten Zustand. Die Orgel besitzt kein elektrisches Gebläse.

Niederseefeld 1
Orgel eines noch unbekannten Orgelbauers. Man C-f3: P8´, G8´, S8´, O4´, Fl.dolce4´, O2´; Pedal C-d1 angehängt. Gebläse von Laukhuff. Neue Prospektpfeifen 1995.

Niederseefeld 2
Salicional 8´ mit jeweils zwei abgeführten tiefen Pfeifen c0-dis0, die eine kleine Justierungseinrichtung am Labium aufweisen. Wie so oft teilt sich das Salicional die tiefe Oktave mit dem Gedackt 8´.

Niederseefeld 3
Der groß dimensionierte Magazinbalg verhindert leider die Justierungsarbeiten an der Spielmechanik während des Motorbetriebs. Aber findige Orgelbauer kommen überall heran...




